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Elfte Dynastie, Prinzessin Kawit am Morgen, die Haare sind fast fertig, nur ein Zwirbel wird gerade noch gedreht, der Daumen und ein Finger der Prinzessin halten die kleine Schale dicht an Nase und Mund, so zieht sie den Duft ein, Lotosblüten. Indessen bereitet sich der Tag vor, der Hitze bringt. In den Papyrus-Stauden rascheln die Wasservögel und über dem hellgelben festgetretenen Lehmboden bewegt sich, nach links und rechts, der Skarabäus, der Pillendreher. Er gibt der Kugel Stöße. Was er tut, gilt als heilig. So steigt die Sonne, die in der Frühe die Welt hervorgebracht hat: Alles Leben gibt Aton. Zum Ende der Nacht hatten die Priester unverwandt zum Obelisken hochgeblickt, zur vergoldeten Spitze, wartend, bist es kam, - das Aufblitzen das erste Züngeln des Lebens. So heben am Nil die Tage an, wie heute, als Prinzessin Kawit gerade die Morgenpflege beendet hat und zum ersten Schluck aus der Schale ansetzt. Drei ihrer Finger sind abgespreizt, so wie es die Sklavin aus Lydien hinter der Prinzessin gleichfalls tut, denn zart, ja geziert legt sie letzte Hand an und vollendet den Haarschmuck.  

Lilith, die erste Frau Adams, ein weiblicher Windgeist, die Wüste erfüllend. - Dreieck ist aussagekräftig. Der Nil, das Delta, etwas zur Deckung bringen. Die dunkle Signalstelle des Frauenkörpers.
Die Verflüssigung des Gehirns, der Körper folgt dann nach, ich werde überschwemmt von Körperchen, das Feinstoffliche, die Abgrenzung wird aufgehoben, die menschliche Haut umschließt zwar den Körper, aber gegen die Verflüssigung des Gehirns ist sie machtlos. 

Ich treibe erst wie ein riesiger Wurm gegen die Wand. Dann werde ich feinflüssiger und durchdringe wie Licht das Glas die Materie. LILITH + die Frauengruppe DELTA (Die ZimtZiege, Roman)

BUCHKRITIK - WF über den Roman «Ich weiß, daß du weißt» von Ulla Berkéwicz, In harten Beleuchtungen entsteht, schwingende Sprache, ein Gewebe, - Loch an Loch, ein Text, durchwirkt von Stich, Schlitz, Spalt, klaffender Wunde. Öffnungen haben das Plötzliche, den Schmerz: den Einblick in das Entsetzen. - Streckenweise wirkt der Roman wie ein Körper, den man über den Boden geschleift hat. Ulla B. setzt dem Über-Deutlichen noch eins drauf. - Die Ostdeutsche Olga und der Israeli Alon, - zwei Königskinder in Schmutz und Terror. - Suff und Zigaretten, weiße Linie des Stoffs, der ins Nasenloch gezogen wird. - - Inzwischen ist die Autorin Verlegerin (Suhrkamp).

Aby Warburg verdanken wir Einsichten, indianische Mythen. Schwerkraft, Erdenbindung, sie kann überwunden werden - im Sprung.
"Was für dich am Ende und an der äußersten Grenze wirklich zählt, ist bei den starken energetischen Feldern, mit denen du um dich wirfst, für mich völlig unklar. - Oft ist ja schon ein gut formulierter und empfundener Satz ein Heilungsschub."
Links und rechts in deinem Umkreis, mit mit wenigen Handbewegungen oder einem Wink des zurück-geworfenen Kopfes scheinst du  positiven Geistern kleine Aufgaben zu erteilen, damit die Dinge ihren aufrechten Gang bis hin zu einer partiellen Erfüllung gehen.
Ich stehe mit dir in der Kabine. Eine enge, eine Umkleidekabine. Ich öffne die zum auf-die-Straße-gehen bestimmten Kleider, dein Jeansrock sitzt dem Po so fest an, daß es Schwierigkeiten macht.
Aber nun stehst du im Freien. Das heißt, umschlossen von der knappen Luft der Kabine. Es ist die Erzählkabine, in die ich dich, 24, hineingezogen habe.
"Meine Abschluß-Arbeit". So deine Worte über dein Gepäck. Alexandra, immer hast du sie dabei. Aber für diese 12 mal fotokopierte Schwarte in Kalenderbindung ist auch noch Platz bei mir. Soll ich, Student auf der TH, dir glauben, was du  mir über dein Thema erzählst.
Deine Antwort, worum es sich eigentlich handelt? Eine hungert sich zu Tode. Ein anderer ist so nervös, daß man ihm beim Lesen nicht ins Buch gucken darf. Der Satz fällt: Hier wird Verzweiflung Pflicht.
Eigentlich mag ich dich, weil du kühl bist und auf Touren kommst und deine Betriebstemperatur erst spät erreichst. Ich stelle mich auf deine Zünd-Zeitpunkte, auf deine Knall-Momente ein, aber den Sensorpunkt zu finden, dazu ist es in der Kabine zu eng.

Schiff-aegIch bin ein Anhänger der Quer-Dinge, der Verbindungs-Stege, der Brücken, der haushängenden losen Fäden, die man, wenn man an ihnen reißt, nicht bewirken oder aber etwas zum Platzen bringen, die ganze Masse setzt sich in Bewegung. Es ist die Doppel-Natur, das hin-her, brightness falls from the air, du willst und du willst nicht, aber hast du erst einmal in Bewegung gesetzt, läuft in rasender Geschwindigkeit eine Reihenreaktion ab. Schräg ist das Stellholz im skandalon, der Fangfalle, eingesetzt, in kibbeliger Spannung, jeden Moment bereit, zu fallen. 

0000-gefaesseDie Karte der Erinnerung. Gedächtnis, helle Kammer. Hans hat ein großes Blatt Packpapier dabei. Horst Hegel, der Landmesser und Kartograph. Hier ist die Stelle, wo im Zentrum das Dickicht ist und die Suhle der Wildschweine. Hier öffnet sich der Wald. Die Bäume weichen zurück, sie biegen ihre Kronen zur Seite und machen Platz für das, was nun einfällt. Von oben. Aus dem Weltraum.
Licht aus dem All. Volle Wucht der Sonne, die der Lichtung das Gras verbrennt.

WaageDie Schachtelhalm-Struktur der Welt. Winzigste Zelle trägt punktartig so viel Informationen, daß es keinen Computer gibt, der diese geordnete geballte Flut, bei der ja der Hintergrund eines ganzen Himmels von Verwirklichtung als rieser Projektfinger millionenfach mit enthalten ist, erfassen, festhalten, speichern, - geschweige denn in Aktion setzen könnte.
Nur eine Einzelheit mag ein zusätzliches Licht darauf werfen, in welche Tiefe, schräg abfallend ins Bodenlose, unsere Computer-Arbeit hinabstoßen müßte. Selbst wenn der Computer ansatzweise einen ersten Kratzer in die Oberfläche macht, so wäre er vom ersten Schritt an damit eben gerade nicht im Einklang mit der Art und Weise, wie die Natur handelt. Das Organische "will" kein Bild des Allgemeinen liefern. Alles Organische hat seine Momente (!) überhaupt als durchlaufende Prozesse und sein wesentliches. Was aufhört, Prozeß zu sein, ist nicht mehr. - Der Prozessor, der uns ausrechnet, was wir ihm aufgegeben haben, handelt nicht organisch, sondern er stottert. Seine Bewegungen, seine Manipulationen, sein Vorgehen und Vorangehen ist ruckhaft, in Karo-Schritten, in Rechenblatt-Manier. Die Natur dagegen springt. Sie tanzt. Sie explodiert. Sie stülpt sich verschwenderisch, im Überfluß aus.

 
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